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So wird deine September-Pflanze groß und stark


Das erwartet dich:


Kurzanleitung zum Ausdrucken

Keine Lust, dein Handy mit in den Garten oder auf den Balkon zu nehmen? Dann druck dir doch einfach unsere Kurzanleitung im DIN-A4-Format aus:


Starten

Die wichtigsten Infos auf einen Blick:

  • Keimtemperatur: 6–20 °C
  • Keimdauer: 7–14 Tage
  • Direktsaat im Freiland oder im Topf: März–April und September–Oktober
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Lockerer, nährstoffreicher Boden
  • Wurzeltiefe: 30 cm
  • Reihenabstand: 20 cm
  • Pflanzenabstand: 10 cm
  • Saattiefe: 3 cm
  • Perfekt als Vorkultur oder Nachkultur geeignet
  • Ernte: April–Juni und Oktober–Dezember
  • Blätter einer Pflanze komplett ernten

Du hast dich schon immer gefragt, wie du nach der Sommerernte im Herbst deine leeren Beete und Töpfe begrünen kannst? Die Antwort ist so einfach wie lecker: Spinat!

Spinat beglückt Auge und Zunge bis in den Winter hinein mit saftig grünen Blättern. Im zeitigen Frühjahr kannst du ihn außerdem als Vorkultur aussäen und ernten, bevor im Mai Hauptkulturen wie Zucchini oder Möhren ins Beet oder in den Topf kommen.

Lediglich die Aussaat im Sommer solltest du vermeiden, da Spinat dann sehr schnell Schosser bildet.


Ansäen

Das brauchst du:

  • Topf oder Balkonkasten mit Drainageloch, Tiefe ca. 30 cm
  • Pflanzerde mit Kompost
  • Ballbrause, Sprühflasche, Gießkanne
  • Im Freiland Boden etwas auflockern und mit Kompost anreichern

Im Grunde musst du bei der Aussaat deines Spinats „Butterflay“ nur zwei Dinge beachten: Die Samen sollten 3 cm tief in der Erde liegen und einen Abstand von ungefähr 10 cm zueinander haben.

Ob du den Spinat in Reihen aussäst (Abstand ca. 20 cm) oder „wild“ zwischen anderen Kulturpflanzen ausbringst, bleibt dir überlassen. Um die Aussaattiefe zu erreichen, kannst du je nach Belieben Rillen ziehen, mit dem Finger Löcher stechen oder etwas Erde beiseiteschieben, die du nach der Aussaat wieder zurückschiebst.

Halte alles gut feucht und schon bald werden sich die ersten Spinat-Keimlinge zeigen. Solltest du die Samen zu dicht gesät haben, musst du die Pflänzchen etwas ausdünnen, sobald es ihnen nebeneinander zu eng wird. Die „aussortierten“ Exemplare kannst du dann gleich als Baby-Spinat in einem Salat verwenden.

Spinatpflanzen

Standort

Spinat bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort, an dem er einen lockeren, tiefgründigen Boden vorfindet. Er gibt sich auch mit weniger nährstoffreichen Böden zufrieden, zum Beispiel als Nachkultur zu anderen Stark- oder Mittelzehrern. Zu karg und trocken sollte der Standort allerdings nicht sein, damit der Spinat schnell und gesund wachsen kann.

Krankheiten und Schädlinge

Wie die meisten Vertreter der Pflanzenfamilie der Fuchsschwanzgewächse ist Spinat nicht anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Bei Trockenheit oder zu feuchter Witterung können allerdings Blattläuse oder Pilzkrankheiten auftreten. Vor Mehltau musst du bei deinem „Butterflay“ jedoch keine Angst haben, denn die Sorte ist mehltautolerant.

Blattläuse kannst du mit einer Mischung aus Wasser und Seife bekämpfen. Langfristig solltest du dir aber Unterstützung holen und die Nützlinge in deinem Garten fördern. Bei starkem Befall kannst du die Läuse mit den Fingern zerdrücken (wenn du das übers Herz bringst), oder du opferst die am stärksten betroffenen Blätter und wirfst sie auf den Kompost.

Was du nicht auf den Kompost werfen solltest, sind von Pilzkrankheiten befallene Blätter. Diese entsorgst du am besten im Rest- oder Biomüll, da die Temperaturen im heimischen Kompost nicht ausreichen, um die Sporen abzutöten.

Vor der Rübenfliege, deren Larven weiße Flecken auf den Blättern hinterlassen, schützt du deinen Spinat mit engmaschigen Kulturschutznetzen, die du ab Mai über die Kulturen legst.

Gegen Schnecken können Kreise aus Kaffeesatz rund um die Spinatpflanzen helfen, oder abendliche Schneckensammelspaziergänge durch den Garten.

Beetnachbarn

Gut: Erdbeere, Kartoffel, Kohlarten, Kopfsalat, Pastinake, Rettich, Sellerie, Tomate, Zucchini

Schlecht: Mangold, Rote Beete


Pflege

  • Bis zur Keimung feucht halten
  • Im Topf und im Freiland regelmäßig gießen, senkt Nitratanreicherung
  • Vor der Aussaat mit Kompost düngen
  • Empfindlich gegenüber zu viel Stickstoff, deshalb Vorsicht bei Flüssigdüngern und organischen Düngern, die viel Stickstoff enthalten (z.B. Tiermist)
  • Im Frühjahr und Herbst bei Frost Jungpflanzen abdecken
  • Beet von Unkraut freihalten
  • Bei starkem Frost abernten oder in ein kühles, helles Winterquartier umsiedeln
  • Mindesten 4 Jahre Anbaupause einhalten
Spinatpflanzen werden geerntet und in einen Korb gelegt, Hände von oben
Ernte deinen Spinat am besten nach Bedarf. Du kannst ihn aber auch sehr gut einfrieren.

Ernte und Lagerung

Bereits nach ca. zwei Monaten kannst du die jungen, zarten Blätter deines Spinats für Salate ernten. Größere, festere Blätter verwendest du, von den Stielen befreit, eher zum Kochen. Nach der Blüte werden die Blätter bitter und können nicht mehr verwendet werden.

Die tiefen Wurzeln verbleiben im Boden und lockern ihn für nachfolgende Kulturen auf. Außerdem enthalten sie Saponine. Diese helfen anderen Pflanzen, Nährstoffe besser aufzunehmen.

Wenn du immer nur die äußeren Blätter schneidest und das Herz stehen lässt, wächst der Spinat von innen nach. Du kannst ihn dann mehrmals beernten.

Ernte am besten nach Bedarf – Spinat hält sich im Kühlschrank nicht sehr lange. Bei einer großen Ernte kannst du die gewaschenen und geputzten Blätter auch einfrieren und dann für warme Gerichte verwenden.

Spinatblätter in Metallschüssel auf Holzbrett
Mit Spinat lassen sich viele herzhafte Gerichte aufpeppen, am besten in Kombination mit Frischkäse oder Feta.

Genießen

Seinen schlechten Ruf als gesundes, aber geschmackloses Beilagengemüse hat Spinat schon lange abgestreift, spätestens seit er auf Pizzen und in Gemüselasagnen zu finden ist.

Da die Herbsternte des Spinats mit der Pilzsuche zusammenfällt, lässt er sich zum Beispiel auch mit frischen Steinpilzen in der Pfanne zubereiten. Mit Salz, Pfeffer, etwas Zitronensaft und Schnittlauch würzen, bei Bedarf mit Weißwein oder Wasser ablöschen, frisches Bauernbrot dazu – ein herbstliches Geschmackserlebnis! Ein Rezept für gefüllte Champignons findest du in unserer Pflanzanleitung für den Spinat "Butterflay".

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