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So wird deine Februar-Pflanze groß und stark


Das erwartet dich:


Kurzanleitung zum Ausdrucken

Du möchtest die wichtigsten Infos zur Aussaat der Kamille im DIN-A4-Format mit in den Garten nehmen? Kein Problem! Druck’ dir einfach unsere Kurzanleitung aus:


Starten

Du kannst deine Samen jederzeit drinnen im Topf aussäen. Wundere dich aber nicht, wenn deine Pflänzchen im Winter nicht ganz so schnell wachsen! Wenn du sie direkt ins Freiland säen möchtest, musst du ein bisschen Geduld haben und bis April warten. Auch im September ist eine Aussaat möglich – die Kamille erfreut dich dann im nächsten Jahr mit ihren zarten Blüten.

Bevor du dein Samenpapier heraustrennst und in Stücke reißt, solltest du dir ein paar Dinge zurechtlegen.

Das brauchst du:

  • Minigewächshaus / Anzuchtgefäße
  • Anzuchterde
  • Sprühflasche
  • Blumenerde angereichert mit Lehm
  • Pikierstab / Löffel
  • Verschiedene Töpfe
  • Mulch und Kompost

Vorkultur

Im März ist es den Kamillesamen draußen noch zu kalt. Deshalb musst du sie drinnen auf deiner Fensterbank vorkultivieren. Am besten eignet sich dafür ein Minigewächshaus.

Du kannst dir aber auch selbst ein Anzuchtgefäß bauen, zum Beispiel aus alten Milchkartons. Wie das geht zeigen wir dir auf unserem Blog.

Deine Anzuchtschalen musst du bis zur Keimung auf jeden Fall mit einer durchsichtigen Folie oder einer Glasscheibe bedecken, so bleibt die Erde gleichmäßig feucht.

Denke daran, die Erde alle ein bis zwei Tage mit einer Sprühflasche zu befeuchten, denn sie darf auf keinen Fall austrocknen! Vermeide dabei unbedingt auch Nässe - sonst könnte Schimmel deinen Keimlingen das Leben schwer machen. Es hilft auch, wenn du täglich die Abdeckung deiner Anzuchtschalen kurz herunternimmst.

Was du alles zur Vorkultur wissen musst, haben wir dir in dieses Video gepackt - und auf unserem Blog aufgeschrieben.

Die wichtigsten Infos auf einen Blick:

  • Samen nur leicht andrücken und hauchdünn mit Sand bedecken, damit sie nicht weggeschwemmt werden
  • Keimtemperatur: etwa 20 °C, nach der Keimung kühler stellen
  • Keimdauer: 5–15 Tage
  • Erde: Anzuchterde

Pikieren

Sobald die Pflänzchen eine Höhe von etwa zwölf Zentimetern erreicht hat, ist es den Sämlingen zu eng in ihren Töpfen. Deshalb musst du sie in einen größeren setzen. In unserem Video und auf unserem Blog zeigen wir dir, wie das geht.

Falls du deine Kamille später nicht in ein Beet umsetzen willst, solltest du gleich einen größeren Topf von etwa 14 Zentimetern wählen. Achte bei den Töpfen unbedingt auf ein Drainageloch, damit sich keine Staunässe bilden kann!

Im April darfst du deine Pflänzchen nach draußen setzen. Wenn du magst, kannst du sie gleich in ihrem Topf lassen, sie fühlen sich aber auch im Beet wohl. Bevor du sie ins Freiland setzt, solltest du den Boden auflockern und dann die Pflanze gut angießen.

Damit sie gut wachsen können, achte auf einen Abstand von 15 Zentimetern. Die Pflanzen können bis zu 50 Zentimetern hoch werden und sind einjährig. Das bedeutet, sie werden einmal blühen.


Standort

  • Sonnig und warm
  • Sandig bis lehmiger Boden: Verwende humusreiche Blumenerde, die du mit Lehm anreicherst.
  • Das Beet mit reichlich Kompost vorbereiten.
  • Verträgt Trockenheit gut, Staunässe schlecht.

Pflege

  • Nach der Blüte die Pflanzen zurückschneiden, dann kommen neue Triebe.
  • Entferne regelmäßig das Unkraut.
  • Im Frühjahr und Spätsommer mulchen und das Substrat davor mit Kompost mischen.
  • Dünger braucht die Kamille nicht.

Tipp: Ende September bis Mitte Oktober kannst du die reifen Samenstände vorsichtig abschneiden und an einem dunklen Ort trocknen lassen. Im Frühjahr kannst du dann neue Kamillesamen aussäen! Im Garten kannst du ein paar Blüten verblühen lassen, dann vermehrt sich die Kamille höchstwahrscheinlich von selbst.

Gießen

  • Die jungen Pflanzen musst du häufiger gießen.
  • Vermeide Staunässe: Gieße regelmäßig in kleinen Mengen.
  • Die Erde sollte nie komplett austrocknen, die Kamille verträgt aber auch längere Trockenphasen recht gut.

Krankheiten und Schädlinge

  • Echter und Falscher Mehltau
  • Pilzkrankheiten
  • Kamillenglattkäfer, Kamillenstängelrüssler
  • Blattläuse

Befallene Pflanzen solltest du immer über den Hausmüll entsorgen. Gegen Schädlinge hilft ein Gärtnervlies, das du über die Pflanzen spannst. Wenn deine Kamille von Läusen befallen ist, kannst du sie vorsichtig mit Kernseife abduschen.


Ernte

Von Mai bis Juli öffnen sich alle Blüten. Die voll erblühten Blütenköpfe schneidest du direkt am Stielansatz mit einer Schere oder einem scharfen Messer ab. Ernten solltest du am Morgen, denn da stecken noch besonders viele heilende Stoffe in der Kamille.

Berühre die Blütenköpfe so wenig wie möglich, da sie sehr druckempfindlich sind. Auch abwaschen solltest du sie nicht.

Blüten, die nicht gesund aussehen oder verwelkt sind, solltest du abschneiden und entsorgen.


Lagern

Wenn du die Kamillenblüten trocknen willst, solltest du das an einem luftigen und schattigen Ort tun, wie Dachboden, Keller oder Gartenhaus. Lege sie dafür einfach auf ein Stück Zeitung.


Heilwirkung

Die Echte Kamille wirkt entzündungshemmend, desinfizierend und antibakteriell. Außerdem kann sie Krämpfe lindern und hat eine beruhigende Wirkung. Eine Tasse Kamillentee kann nicht nur deinen Magen und Darm beruhigen – sondern auch deine Psyche.


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