Pflanzenpost - unser online Magazin zu deinem Kalender

So wird deine September-Pflanze groß und stark


Das erwartet dich:


Kurzanleitung zum Ausdrucken

Du möchtest die wichtigsten Infos zur Aussaat von Bockshornklee im DIN-A4-Format mit in den Garten nehmen? Kein Problem! Druck’ dir einfach unsere Kurzanleitung aus:


Starten

Die wichtigsten Infos auf einen Blick:

  • Aussaattiefe: 1 cm
  • Aussaatzeit: April–Mai
  • Pflanzabstand: 20 cm
  • Reihenabstand: 5 cm
  • Typ: Schwachzehrer
  • Keimtemperatur: 20–25 °C
  • Keimdauer: 2–4 Tage
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: lehmig-sandig, nährstoffarm, durchlässig; lockere Böden mit Kompost verbessern; zu nasse, lehmige Böden mit Sand auflockern

Was beugt Haarausfall vor, wirkt potenzsteigernd, hilft gegen starkes Schwitzen, ist appetitzügelnd und lindert jedwede Atemwegs- und Hauterkrankung? Richtig, Bockshornklee! Zumindest werden ihm all diese wunderbaren Eigenschaften nachgesagt. Dieser kleine Jungbrunnen enthält Eisen, Calcium, Magnesium und Kupfer, Vitamin C, Vitamin B6, Vitamin A, Vitamin D, Coenzym B12, Vitamin B3, Bitterstoffe und Steroidsaponine. Außerdem schmeckt er mild würzig, wie Sellerie oder Liebstöckel, und ist leicht anzubauen. Sein Geruch erinnert an Ziegenbock – falls du dir mal nicht sicher bist, ob die richtige Pflanze im Garten wächst, einfach dran riechen.

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Bockshornklee sieht unscheinbar aus, kann aber ganz schön viel.

Ansäen

Das brauchst du:

  • Kleine Anzuchttöpfe mit Anzuchterde
  • Ballbrause oder feine Gießkanne

Hinweis: Du hast es bestimmt schon oben unter „Starten“ gelesen. Der am besten geeignete Aussaatzeitpunkt für Bockshornklee ist April bzw. Mai. Wenn du von deinen Pflanzen später neue Samen ernten möchtest, dann hebe das Saatgut aus dem Kalenderstreifen auf (sie werden nicht schlecht!). Dann kannst du nächstes Jahr im April mit der Anzucht loslegen.

Möchtest du jedoch Sprossen und Blätter ernten, kannst du auch jetzt noch mit der Aussaat starten. Mit der Blüte und Samenbildung wird es im Herbst zwar nichts mehr werden (bis zur Blüte braucht es ca. 30–40 Tage). Dazu fehlt der Pflanze das starke Sonnenlicht und die Wärme. Jedoch lassen sich nach ca. 14 Tagen Sprossen ernten, die sehr nährstoffhaltig sind. Lässt du den Bockshornklee noch etwas länger wachsen, kannst du auch Blätter und Stängel essen.

Topfanzucht: Reiße dein Kalendarium in kleine Stücke und lege jeweils einen Samen 1 cm tief in ein Töpfchen mit Anzuchterde. Gieße die Erde nun gut an und stelle die Töpfe an einen hellen, warmen Ort.

Tipp: Willst du nur die Sprossen ernten, kannst du die Samen auch dicht nebeneinander aussäen, beispielsweise in einer Anzuchtschale.

Beet: Hier wartest du mit der Aussaat am besten bis zum Frühjahr, da die Erde jetzt im Herbst langsam zu kalt wird. Wenn es aber April und der Boden wärmer wird, ziehst du im Abstand von 5 cm Rillen in den Boden, steckst die Samen 1 cm tief in die Erde (achte hier auf einen Abstand von 20 cm, dann sparst du dir später das Pikieren). Bockshornklee mag lehmig-sandigen und nährstoffarmen Boden. Gegebenenfalls musst du also einen schweren, nassen Boden mit Sand mischen oder einen sehr sandigen Boden zum Beispiel mit Kompost verbessern.


Pikieren

Topfanzucht: Möchtest du nicht nur Sprossen ernten, sondern den Bockshornklee wachsen lassen, musst du ihn umtopfen, sobald ihm sein Anzuchttopf zu klein geworden ist. Den Platzmangel erkennst du daran, dass die Wurzeln unten aus dem Abzugsloch gucken. Wähle als nächstes Zuhause am besten gleich einen Topf, der ca. 20 cm tief ist, sodass sich die Pfahlwurzel des Bockshornklees ausbilden kann. Den Topf füllst du zur Hälfte mit Pflanzerde, die du mit Sand mischst. Die Erde darf nämlich nicht zu nährstoffhaltig sein. Dann holst du deinen Bockshornklee vorsichtig aus dem kleinen Töpfchen, schüttelst etwas alte Erde ab und setzt ihn in seine neue Bleibe. Den Topf füllst du jetzt mit der gemischten Pflanz-Sand-Erde auf, bis ca. 0,5 cm unter den Rand.

Hast du den Bockshornklee im Garten ausgesät, musst du nur darauf achten, dass die Pflanzen nicht zu dicht beieinanderstehen und sich gegenseitig Licht und Nährstoffe streitig machen. Ist das der Fall, versetzt du einfach ein paar Pflanzen, bis jede genügend Platz (ca. 20 cm in alle Richtungen) hat.


Standort

Bockshornklee zählt zur Familie der Schmetterlingsblütler. Da er mit Knöllchenbakterien in Symbiose lebt, ist er ein Bodenverbesserer. Er selbst bevorzugt einen lehmig-sandigen und nährstoffarmen Boden. Zudem sollte der Standort möglichst sonnig sein, aber deine Pflanzen gedeihen auch im Halbschatten. Hier werden sie jedoch nicht so hoch wie die Artgenossen, die ein volles Sonnenbad abbekommen. Die blassgelben Blüten (manchmal auch weiß oder violett) zeigen sich von Juni bis August. Aus ihnen werden sich später die Samen bilden.

Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn

Gut: Basilikum, Borretsch, Dill, Kresse

Schlecht: Knoblauch, Melisse, Petersilie, Rosmarin


Pflege

  • Winterhart
  • Keine Düngung notwendig
  • Moderate Wasserversorgung, also Staunässe vermeiden und nur gießen, wenn die Erde trocken ist
  • Falscher Mehltau: entsteht bei sehr feuchtem Wetter; befallene Pflanzen sofort in der Biotonne entsorgen (nicht auf den Kompost geben, da die Sporen dort überleben)

Ernte & Lagerung

Blätter und Stängel kannst du bereits nach ein paar Wochen und kontinuierlich ernten. Die Samen des Bockshornklees bekommst du im September. Aus den Blüten bilden sich lange, dünne Hülsenfrüchte, die die kostbaren Samen enthalten. Sobald diese etwas angetrocknet sind, kannst du die Samen ernten. Lasse sie ein paar Tage lang trocknen, so werden sie länger haltbar.

Wenn du nicht alle Hülsenfrüchte aberntest, kann sich dein Schmetterlingsblütler selber aussäen und keimt im nächsten Frühjahr von Neuem aus.

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Genießen

Die kleinen Samen von Bockshornklee verfeinern als Gewürz einige bekannte Lebensmittel, z. B. Käse, Brot und Curry. Wenn du die Samen zu einem feinen Pulver zerstößt, hast du schon dein eigenes Gewürz gewonnen.

Du kannst aber auch den ganzen Trieb abschneiden und Blätter und Stängel als Salatzutat verwenden. Die Sprossen, die du schon nach 14 Tagen ernten kannst, sind sehr vitamin- und nährstoffreich. Damit sie ihre Inhaltsstoffe behalten, kochst du sie nicht mit, sondern gibst sie einfach auf ein Butterbrot oder streust sie über fertige Gerichte.

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