Pflanzenpost - unser online Magazin zu deinem Kalender

So wird deine Oktober-Pflanze groß und stark


Das erwartet dich:


Kurzanleitung zum Ausdrucken

Du willst eine knappe, informative Pflanzanleitung im DIN-A4-Format mit in den Garten oder auf den Balkon nehmen? Hier gibt es unsere Kurzanleitung zum Ausdrucken:


Starten

Die wichtigsten Infos auf einen Blick:

  • Keimtemperatur: 15–20 °C
  • Keimtiefe: 1–2 cm
  • Keimdauer: 3–5 Tage
  • Reihenabstand: 15 cm
  • Pflanzabstand: 2–3 c
  • Wurzeltiefe: 15 cm
  • Aussaat Freiland: März bis August
  • Aussaat Haus: August bis März (an kühlem Ort)
  • Möglichst Kulturpause von 3 Jahren zu anderen Kreuzblütlern einhalten

Der Blattsenf „Rouge Metis“ leuchtet im Spätherbst mit den Blättern der Laubbäume um die Wette. Aber auch im Winter, Sommer und Frühling bringt er Vitamine und Farbe in deine Salate.

Die Rotfärbung ist am stärksten ausgeprägt, wenn der Blattsenf bei kühlen Temperaturen viel Sonne abbekommt. Ein frischer Herbst- oder Frühlingstag bringt ihn also besonders zum Strahlen.


Ansäen

Das brauchst du:

  • Aufgelockertes Beet; Blumenkasten oder Topf
  • Gartenerde bzw. Pflanzerde mit etwas Kompost
  • Ballbrause oder feine Gießkanne

Beet: Lockere die Erde in deinem Beet etwas auf und ziehe dann im Abstand von 15 cm Rillen, die etwa 1–2 cm tief sein sollten. Auch in deinen Blumenkasten kannst du solche Rillen ziehen.

Topf: Drücke mit deinen Fingern 1–2 cm tiefe Löcher in die lockere Erde, der Abstand zwischen den Löchern sollte etwa 3 cm betragen.

Jetzt reißt du dein Samenpapier in Stücke mit je einem Samen und legst diese im Abstand von 3 cm in die Rillen oder in die vorbereiteten Löcher und bedeckst sie mit Erde. Vergiss nicht, alles gut anzugießen und die Aussaat feucht zu halten.

Hinweis: Von September bis März kann der Blattsenf nicht im Freien ausgesät werden, da die entsprechenden Keimtemperaturen nicht mehr erreicht werden. Du kannst ihn aber im Topf aussäen und nach der Keimung etwas kühler stellen.

Blattsenf nah
Der "Rouge Metis" leuchtet besonders schön, wenn er ausreichend Licht bekommt.

Standort

Gute Nachbarn, schlechte Nachbarn

Gut: Kopfsalat, Lauch, Zwiebel

Schlecht: andere Kreuzblütler


Pflege

  • Beet vor der Aussaat mit Kompost vorbereiten
  • Im Topf und im Freiland regelmäßig gießen
  • Vertrocknete Pflanzenteile entfernen

Überwinterung

Dein Blattsenf ist zwar nur einjährig und wird im Herbst und Winter im Freien nicht mehr keimen, einen im Spätsommer ausgesäten Blattsenf kannst du aber getrost im Beet oder in einem Topf im Freien stehen lassen und im Herbst und Winter beernten – er hält dann Temperaturen von bis zu -10 °C stand.

Krankheiten und Schädlinge

Der Blattsenf gehört wie alle anderen Senfsorten zur Pflanzenfamilie der Kreuzblütler. Dazu zählen zum Beispiel auch Radieschen, Kohl, Brokkoli und Rucola. Als Zwischenfrucht ist er im Gemüsegarten weniger geeignet, da sich Vertreter dieser Pflanzenfamilie oft gegenseitig mit Krankheiten oder Schädlingen anstecken.

Wenn du z.B. Blattsenf als Zwischenfrucht anbaust und er von Kohlhernie befallen ist, kann diese Pilzkrankheit über den Boden auf Hauptkulturen wie Brokkoli und Kohlrabi überspringen. Halte eine Anbaupause von mindestens 3 Jahren zwischen Kreuzblütlern ein, pflanze sie nicht nebeneinander und wähle als Gründüngung besser Feldsalat, Erbsen oder Phazelia.

Erdfloh
Dem Erdfloh schmeckt dein Blattsenf besonders gut. Mit engmaischen Kulturschutznetzen kannst du diesen Kohlschädling daran hindern, die Blätter deines "Rouge Metis" komplett zu durchlöchern.

Mögliche Plagegeister sind zum Beispiel:

  • Kohlerdflöhe
  • Falscher Kohlmehltau
  • Andere Kohlkrankheiten

Beobachte deine Pflanzen genau und wähle bei starkem Schädlingsbefall oder bei einer Erkrankung mit Kohlhernie im nächsten Jahr einen neuen Standort. Mit Kohlhernie befallene Pflanzen solltest du sofort entsorgen.


Ernte und Lagerung

Nach einigen Wochen kannst du entweder die gesamte Pflanze ernten oder immer wieder die äußeren Blätter abschneiden; achte darauf, dabei das Herz nicht zu verletzen.

Im Winter wächst der Blattsenf langsamer, weil ihm nicht mehr so viel Sonnenlicht für die Fotosynthese und Zellatmung zur Verfügung steht. Unterstütze ihn bei seiner Ernährung, indem du ihm ein helles, aber nicht zu warmes Plätzchen schenkst.

Lagerung: Frisch geerntet hält sich der Blattsenf nicht lange, eingewickelt in ein feuchtes Tuch im Kühlschrank bleibt er nur wenige Tage knackig. Besser erntest du immer nach Bedarf und säst mehrmals im Abstand von je 2 Wochen aus.

Blattsenf, Asiasalat, Dill, Schnittlauch, Rucola und Gurken auf Tisch
Der "Rouge Metis" bringt mit seinen roten Blättern nicht nur Farbe in deinen Garten oder Balkon zum Leuchten, sondern ist auch der Farbtupfer in jedem grünen Salat.

Genießen

In einen winterlich-fruchtigen Salat zusammen mit Asia-Salaten wie dem Red Giant, herben Wintersalaten oder knackigem Mangold liefert der Blattsenf die nötige Würze und vor allem: eine tolle Farbe. Dazu passt ein Joghurt-Senf-Dressing mit etwas Orangensaft oder eine fruchtige Vinaigrette. Als Beilage schmecken in der Pfanne geröstete Baguettescheiben, die du mit etwas Olivenöl beträufeln kannst. Gerade im Winter eine leichte Abwechslung zu schweren Eintöpfen und Bratensoßen.

Auch in einem Wokgericht mit Reis ist der Blattsenf bestens aufgehoben. Um sein Aroma und seine wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten, solltest du die Blätter aber nur kurz in der heißen Pfanne in etwas Öl schwenken.

Salatschüssel mit Blattsenf, Asiasalat, gelben und roten Tomaten
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